Unsere Forderungen
- ReVerBi2021
- 25. Jan. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Jan. 2021
Es ist an der Zeit uns Gehör zu verschaffen, die verstrickte Bildungspolitik aufzubrechen und die sich seit Jahren abzeichnende Problematik der marktorientierten Finanzierung sichtbar zu machen.

Darum fordern wir:
Als Sofortprogramm:
- Sofortiger Stopp der Einsparmaßnahmen im Fachbereich 03. Der Fachbereich leistet einen wertvollen Beitrag zur Krisenlösung! Daher gehört der Fachbereich ausgebaut und bedarfsorientiert ausfinanziert statt eingedämmt!
- Sofortige Öffnung des Bafögs für alle als Vollzuschuss statt Studienkredite und hochbürokratische "Überbrückungshilfen"
- massive Reduktion der Prüfungslast, damit Prüfungen zur Rückmeldung im Lernprozess statt zur Selektion für die Verwertung werden
- universitätsweite Themensemester, welche durch Zusammenarbeit unter einer gemeinsamen Fragestellung zur Lösung der drängenden gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit – ökologisch nachhaltiges Wirtschaften, Fluchtursachenbekämpfung, zivile Konfliktlösungen und soziale Ungleichheit – beitragen
vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie:
- wir fordern, dass der Fachbereich bzgl. der Neuverteilung der Gelder keine Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Instituten schafft und sich stattdessen aktiv gegen die Sparmaßnahmen stellt
- Ausbau von Projektstudien, in denen über einen längeren Zeitraum kooperativ und in forschendem Lernen und lernendem Forschen eine Fragestellung mit gesellschaftlicher Bedeutung vertieft werden kann
- massive Reduktion der Prüfungslast, damit Prüfungen zur Rückmeldung im Lernprozess statt zur Selektion für die Verwertung werden
- Stärkung der Orientierungseinheiten als integraler Bestandteil des Studiums
Vom Land Hessen:
- Anpassung der CN-Werte (für eine bedarfsgerechte Unifinanzierung)
- Abkehr von temporärer und wettbewerbsförmiger Mittelzuweisung (u. a. Drittmittel und Exzellenzstrategie) hin zu Dauermitteln (Grundfinanzierung der Fachbereiche)
- demokratische Mittelvergabe anhand gesellschaftlicher Herausforderungen/wissenschaftlicher Fragestellung und Entwicklungsnotwendigkeiten statt leistungsbezogene und damit konkurrenzschürende Mittelvergabe
- Recht auf Wohnen durch die Ausfinanzierung und Demokratisierung der Studierendenwerke
- Tarifverträge für alle studentischen Beschäftigten und unbefristete Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau
Mittel- und langfristige Ziele:
- Verlängerung der Regelstudienzeit, zum Abbau des Leistungsdrucks und zur Wiederherstellung der akademischen Tiefe
- Aufhebung der Regelstudienzeit insbesondere für Studierende, die Bafög beziehen
- Aufhebung feststehender Modulpläne, um die Individualität der Studieninhalte zu ermöglichen
- demokratische, gemeinwohlorientierte Forschungsförderung statt Exzellenzstrategie für Standortinteressen
- kombinierte Bachelor- und Masterzulassungen bzw. Master als Regelabschluss
- Abschaffung des Numerus Clausus und den Ausbau der Möglichkeiten des Hochschulzugangs ohne Abitur
- Abschaffung von Creditpoints und Benotungen
- gerechte und gleichgestellte Besetzung der Berufungskommissionen
Wir fordern nachdrücklich einen Stopp der Einsparmaßnahmen und rufen dazu auf, sich der Vermarktlichung des Bildungswesens entgegenzustellen!
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